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Ratgeber

Springspinnen Terrarium einrichten – Schritt für Schritt

Lesezeit: 6 Minuten

Ein gutes Springspinnen-Terrarium muss nicht groß sein, aber es muss stimmen. Hier erfährst du Schritt für Schritt, worauf es bei Größe, Belüftung und Einrichtung wirklich ankommt – und welche Fehler du dir sparen kannst.

Springspinnen Terrarium einrichten – Schritt für Schritt

Warum die richtige Größe wichtiger ist als viel Platz

Springspinnen brauchen kein riesiges Gehege. Wichtiger als die Grundfläche ist ausreichend Kletterhöhe, da die Tiere von Natur aus gerne erhöhte Ausguckpositionen einnehmen und dort auch ihr nächtliches Schlafnetz spinnen.

Für eine adulte Phidippus regius genügt ein Terrarium ab etwa 15×15×20 cm (B×T×H). Kleinere Arten kommen mit weniger aus, Jungtiere werden zunächst in deutlich kleineren Aufzuchtbehältern gehalten und mit zunehmender Größe umgesetzt.

Belüftung: das am meisten unterschätzte Detail

Ein ausreichend großer, engmaschiger Lüftungsbereich entscheidet oft darüber, ob die Haltung gelingt. Ohne Luftaustausch staut sich Feuchtigkeit im Substrat, und es bildet sich schnell Schimmel – eine der häufigsten Ursachen für Krankheiten und Todesfälle bei Springspinnen.

Mesh-Deckel oder seitliche Lüftungsgitter sind klassischen Glasdeckeln deshalb klar vorzuziehen.

Die Grundausstattung für die Einrichtung

Korkrinde oder eine Kork-Rückwand dienen als Kletter- und Rückzugsfläche. Ergänze mehrere dünne Äste oder Reben in unterschiedlichen Höhen, damit die Spinne verschiedene Aussichtspunkte anlaufen kann.

Kleine, robuste Pflanzen – echt oder künstlich – geben zusätzliche Deckung und sorgen für ein natürlicheres Mikroklima. Lass trotzdem genug freie Fläche, damit sich die Spinne bewegen und Beute jagen kann.

Der richtige Standort

Wähle einen ruhigen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung und ohne Zugluft, idealerweise bei normaler Zimmertemperatur zwischen 20 und 26 °C. Starke Temperaturschwankungen und ständige Erschütterungen in unmittelbarer Nähe solltest du vermeiden.

Substrat kurz erklärt

Kokosfaser oder Kokoshumus haben sich als Bodengrund bewährt: feuchtigkeitsspeichernd, staubarm und leicht sauber zu halten. Eine Schicht von 3 bis 5 cm reicht aus – nur leicht feucht, niemals durchnässt.

Welches Substrat sich im Detail am besten eignet, erklären wir ausführlich in unserem Substrat-Vergleich.

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