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Ratgeber

Terrarium-Größe für Springspinnen: Welche Maße wirklich passen

Lesezeit: 5 Minuten

Wie groß muss ein Terrarium für eine Springspinne sein? Die Frage taucht fast immer als Erstes auf, und die Antwort überrascht viele: Ein großes Gehege ist nicht automatisch das bessere Gehege. Entscheidend ist die Höhe, nicht die Grundfläche. In diesem Ratgeber findest du konkrete Maße für Phidippus regius, eine Einordnung nach Fresshäutungen von FH1 bis FH6, den Grund dafür, warum ein zu großes Terrarium Probleme macht, und was neben der reinen Größe noch über ein passendes Gehege entscheidet.

Terrarium-Größe für Springspinnen: Welche Maße wirklich passen

Warum Höhe wichtiger ist als Fläche

Springspinnen sind Sichtjäger. Sie bewegen sich kletternd und springend fort, halten Ausschau von erhöhten Punkten und bauen ihr Schlafnetz fast immer im oberen Bereich des Geheges, oft direkt unter dem Deckel.

Eine breite, flache Box nutzt eine Springspinne deshalb kaum aus. Sie wandert an den Kanten nach oben und hält sich dort auf, während die große Bodenfläche leer bleibt. Ein schmales, hohes Terrarium mit derselben Grundfläche bietet dem Tier dagegen Struktur genau dort, wo es sich aufhalten will.

Der Richtwert: rund 20 Zentimeter Höhe

Für eine ausgewachsene Phidippus regius genügen rund 20 cm Höhe. Damit hat das Tier genug Raum für Kletterwege, einen Nestplatz oben und freie Flächen zum Springen.

Unser Terrarium misst 20 × 12 × 12 cm, wobei die 20 cm die Höhe sind, und kostet 54 Euro. Diese Maße sind kein Kompromiss nach unten, sondern bewusst so gewählt: hoch genug für das Verhalten der Spinne, kompakt genug, dass Futtertiere gefunden werden und das Klima stabil bleibt.

Größe der Spinne: was FH1 bis FH6 bedeutet

Springspinnen werden nicht in Zentimetern Alter, sondern in Fresshäutungen angegeben, abgekürzt FH. Jede Häutung ist eine Stufe. FH1 bezeichnet ein sehr junges Tier von etwa zwei bis drei Millimetern Körperlänge. FH6 steht für ein nahezu ausgewachsenes Tier mit ungefähr neun bis zwölf Millimetern.

Ab FH5 lässt sich in der Regel das Geschlecht bestimmen. Diese Angabe findest du auch bei uns im Shop, damit du vor dem Kauf weißt, wie groß dein Tier bei der Ankunft ungefähr sein wird.

Welche Größe passt zu welcher Fresshäutung?

Bei sehr jungen Tieren ab FH1 und FH2 ist ein kleineres, übersichtliches Gefäß sinnvoll, damit die winzigen Futtertiere schnell gefunden werden. Ab etwa FH3 kann ein Jungtier bereits in das 20 × 12 × 12 cm große Terrarium einziehen. Es nutzt anfangs weniger Fläche, findet aber alles, was es braucht, sofern die Einrichtung genug Kletterwege bietet.

Ab FH4 bis FH6 ist dieses Gehege die dauerhafte Lösung. Ein weiterer Umzug ist dann nicht mehr nötig, und du ersparst dir und dem Tier unnötige Umsetzaktionen.

Warum ein zu großes Terrarium Probleme macht

Ein sehr großes Gehege klingt großzügig, hat in der Praxis aber Nachteile. Futtertiere verstecken sich darin leichter, laufen der Spinne davon und werden schlimmstenfalls tagelang nicht gefunden. Sie sterben dann irgendwo im Substrat, wo sie unbemerkt verderben.

Außerdem lässt sich das Klima in einem großen Volumen schlechter halten. Du müsstest mehr sprühen, um überhaupt einen Effekt zu erzielen, und genau das führt schnell zu Staunässe im Boden. Und schließlich siehst du dein Tier seltener, weil es sich in einem großen Gehege leichter dauerhaft zurückzieht.

Die Grundfläche darf ruhig kompakt sein

Zwölf mal zwölf Zentimeter Grundfläche wirken auf den ersten Blick wenig. Für eine Springspinne ist die begehbare Fläche aber viel größer als der Boden: Sie nutzt alle vier Wände, den Deckel und jede Wurzel, jedes Holz und jede Schaukel im Gehege.

Wer die Fläche vergrößern will, tut das deshalb am besten über die Einrichtung und nicht über die Maße des Terrariums. Eine gut gesetzte Mopani-Wurzel bringt mehr nutzbaren Raum als ein paar zusätzliche Zentimeter Bodenfläche.

Material, Belüftung und Verschluss zählen genauso

Die richtige Größe allein macht noch kein gutes Terrarium. Wir empfehlen Acryl statt Glas: Es ist leicht, bruchsicher, klar und meist günstiger. Gerade bei einem kleinen Gehege, das du regelmäßig in die Hand nimmst, ist das ein spürbarer Unterschied.

Dazu gehören eine feine Belüftung, damit Feuchtigkeit entweichen kann und kein Schimmel entsteht, sowie ein sicherer Verschluss. Ein Magnetverschluss hält zuverlässig und lässt sich trotzdem bequem öffnen. Ein Deckel, der nur aufliegt, ist bei einem so beweglichen Tier keine gute Idee.

Wie die Größe die Pflege beeinflusst

Ein kompaktes Terrarium reagiert schneller auf das, was du tust. Einmal täglich fein an Scheibe oder Deko gesprüht genügt, und die Feuchtigkeit verteilt sich zuverlässig. Das Tier findet Tropfen zum Trinken, ohne dass der Boden nass wird.

Heiztechnik brauchst du unabhängig von der Größe nicht. Normale Zimmertemperatur zwischen 20 und 26 Grad reicht aus. Von Heizmatten und Wärmelampen raten wir ab, denn sie trocknen gerade kleine Gehege sehr schnell aus.

Ein Tier pro Terrarium, unabhängig von der Größe

Eine häufige Überlegung lautet: Wenn das Terrarium nur groß genug ist, können doch zwei Tiere darin leben. Das trifft auf Springspinnen nicht zu. Sie sind Einzelgänger und werden immer einzeln gehalten, sonst frisst eines der Tiere das andere.

Wenn du zwei Spinnen halten möchtest, brauchst du also zwei Terrarien. Das ist bei diesen Maßen gut machbar, weil zwei Gehege nebeneinander weniger Platz brauchen als ein einzelnes großes.

Häufige Fragen

Welche Terrarium-Größe brauche ich für Phidippus regius?

Rund 20 cm Höhe genügen. Ein Gehege mit 20 × 12 × 12 cm deckt den gesamten Bedarf einer ausgewachsenen Königs-Springspinne ab.

Ab welcher Fresshäutung kann ein Jungtier einziehen?

Ab etwa FH3 ist der Umzug in das Endterrarium problemlos möglich. Sehr kleine Tiere bei FH1 und FH2 findest du besser in einem kleineren, übersichtlichen Gefäß zurecht.

Kann ein Terrarium zu groß sein?

Ja. In einem großen Gehege entkommen Futtertiere leichter, das Klima lässt sich schlechter halten und du siehst dein Tier seltener.

Glas oder Acryl?

Wir empfehlen Acryl. Es ist leicht, bruchsicher, klar und in der Regel günstiger als Glas.

Das passende Terrarium

Unser Acryl-Terrarium mit 20 × 12 × 12 cm ist auf Phidippus regius zugeschnitten: feine Belüftung, sicherer Magnetverschluss, klare Sicht. Es kostet 54 Euro und passende Einrichtung gibt es dazu.

Zum Springspinnen-Terrarium

Wir versenden ausschließlich innerhalb Deutschlands für 6,19 Euro pro Bestellung. Wir versenden das ganze Jahr: Von Oktober bis März legen wir jedem Paket mit lebenden Tieren ein Wärmepack bei, das die Verpackung warm hält – dafür kommen 2 Euro dazu.